Gelesen: Heraus aus der Finsternis

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Ein Comic zum Thema Frauenwahlrecht? Und der spielt auch noch in Frankfurt? Das klang so als sei der Comic “Heraus aus der Finsternis” wie für mich gemacht. Dankenswerterweise hat mir der Zwerchfell Verlag ein Exemplar zukommen lassen.

“Heraus aus der Finsternis” spielt in den Jahren 1918/1919. Also vor 100 Jahren, als die Frauen in Deutschland sich das Wahlrecht erkämpften. Der Comic richtet sich eher an jüngere Leserinnen und Leser. Erzählt wird die Geschichte von Käthe, Jenny und ihren Freundinnen. Die Mädchen werden immer wieder von Jungsbanden wie der Woschtfett Bande schikaniert. Inspiriert von den Frauengruppen, die zur gleichen Zeit für das Frauenwahlrecht kämpfen, beschließen sie den ersten Frankfurter Verein für Mädchen gegen Gewalt zu gründen.

Mit knapp 50 Seiten ist der Band von Christopher Tauber und Annelie Wagner recht dünn, der Inhalt aber überzeugt. Auf kindgerechte Art wird hier das Thema Frauenrechte anhand einer Geschichte über Freundschaft und Solidarität vermittelt. Die zentrale Botschaft: Wenn man sich zusammenschließt, kann man mehr erreichen als alleine.

Die Zeichnungen sind vorwiegend in Sepiatönen gehalten, was dem ganzen einen historischen Touch verleiht, und auch die Sprache der einzelnen Figuren wirkt als passe sie in die Zeit. Für mich, als jemand, der in der Nähe von Frankfurt lebt, war es außerdem schön, viele der genannten Orte wiederzuerkennen. Am Ende des Buches gibt es dann noch ein paar Zusatzinfos zum historischen Kontext, sowie ein Glossar.

Fazit: Ein liebevoll gestalteter Comic für Kinder und Jugendliche, die eine Geschichte aus vergangenen Zeiten lesen und nebenbei noch etwas über den Kampf für das Frauenwahlrecht lernen möchten.

3 thoughts on “Gelesen: Heraus aus der Finsternis

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