Gelesen: I’m Every Woman von Liv Strömquist

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Wer ist Liv Strömquist? Die Schwedin ist eine feministische Comic Autorin und Zeichnerin, die Beiträge für zahlreiche Magazine geliefert hat und deren Werke der Avant Verlag dankenswerterweise nach Deutschland gebracht hat. Vor der Lektüre von “I’m Every Woman war Liv Sömquist” mir gar kein Begriff. Jetzt bin ich sicher: Ich muss mehr von dieser Frau lesen und mich mehr mit ihr beschäftigen.

In “I’m Every Woman” sammelt Liv Stömquist Kapitel zu verschiedenen feministischen Themen. In einer fiktiven Talk Show lässt sie die unsäglichsten Lover der Weltgeschichte küren (worunter sich beispielsweise Pablo Picasso und Albert Einstein finden), in einem anderen Kapitel vergleicht sie Kinder mit schwedischen rechtskonservativen Politikern (beide Gruppen wollen zum Beispiel, dass Mama Zuhause beim Kind bleibt statt arbeiten zu gehen).

Sie erzählt von vielen Frauen der Weltgeschichte, die unter ihren Gatten zu leiden hatten, wie Ronnie Bennett, Priscilla Presley oder Nadja Allilujewa-Stalin. All dies tut sie mit sehr viel schwarzem Humor, ohne dabei das wesentliche aus den Augen zu verlieren. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, zugleich weckte sie mit ihren Zeichnungen und Texten in mir aber auch Gefühle wie Wut und Mitgefühl.

Strömquists Kreativität bei der Aufbereitung dieser teilweise bitteren Geschichten hat mich begeistert. Ihr ganz eigener Zeichenstil gefällt mir ungemein gut und passt perfekt zu ihren oft schonungslosen Worten. Ich hoffe, in Zukunft noch viel mehr von dieser tollen Künstlerin sehen zu können und kann “I’m Every Woman’ uneingeschränkt empfehlen. Lasst euch mitreissen, von Strömquists Wut und Humor.

 

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