Gelesen: Völlig losgelöst (Hg. von Susanne Weingarten)

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Ein Thema, über das ich in letzter Zeit oft nachdenke, ist mein Konsumverhalten. Kaufe ich manchmal Dinge, nur um mich kurzfristig besser zu fühlen? Absolut. Brauche ich all die Sachen, die ich besitze? Wahrscheinlich nicht. Das Buch “Völlig losgelöst – Wie wir mit weniger glücklich werden” ist eine Sammlung von Essays und Interviews zum Thema “Less is more”. Der Inhalt ist trotz übergeordnetem Thema sehr vielseitig und reicht von einem Interview mit einer Nonne, die in bescheidenen Verhältnissen Lepra Patienten behandelt, bis zum Bericht über ein hippes Start Up, das den Kunden hilft, Hobby Imker zu werden.

“Der Durchschnittseuropäer soll heute 10.000 Gegenstände besitzen”, schreibt Maren Keller in einem Brief zum Thema “Was man liebt”. Eine erschreckende Zahl, die mich erst einmal dazu gebracht hat aufzublicken und mich in meinem Wohnzimmer umzusehen. Puh, ziemlich viel Krempel. Ein Ansatz, um mit weniger zu leben, ist die Share Economy, die mehrmals im Buch angesprochen wird. Braucht jeder Haushalt einen Schlagbohrer, oder kann man den auch mal vom Nachbarn leihen? Car Sharing ist heute nichts ungewöhnliches mehr, doch könnte man theoretisch noch viel mehr teilen.

Sicher werde ich durch die Lektüre dieses Buchs nicht plötzlich zum Minimalisten, der nur noch 100 Dinge besitzt. Das muss auch nicht sein. Aber das Buch liefert viele Denkanstöße und erzählt von Personen, die durch Einschränkung ihres Konsumverhaltens glücklicher wurden. Für mich besonders hilfreich war ein Kapitel, das nützliche Apps wie NABU Siegelcheck oder Ecotastic vorstellt. Mit etwa 220 Seiten ist das Buch kein Wälzer, der einen förmlich erschlägt. Stattdessen ist es eine übersichtliche Sammlung, die abwechslungsreich ist und zum Nachdenken anregt. “Völlig Losgelöst” ist im Penguin Verlag erschienen und wurde von Susanne Weingarten herausgegeben.

2 thoughts on “Gelesen: Völlig losgelöst (Hg. von Susanne Weingarten)

  1. Guten Morgen,

    klingt nach einem spannenden Buch. Ich versuche im Augenblick sehr viel darauf zu achten, möglichst wenig Plastik zu benötigen, aber selbstverständlch braucht man auch an so vielen anderen Stellen im Leben weniger. Ich werde mir das Bucha auf jeden Fall mal merken.

    Viele Grüße
    Chrissi

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