Vom Comic zur Serie (Teil 1): Umbrella Academy

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Heute startet eine neue Reihe auf meinem Blog: Vom Comic zur Serie.  Ich rezensiere hierin Comics und erzähle euch etwas über die Serien, die auf ihnen basieren. Immer mehr Comics schaffen den Sprung auf die heimischen Bildschirme, zumeist dank Streaminganbietern wie Netflix und Co. Grund genug, ein Auge auf die vielversprechendsten Adaptionen zu werfen. Den Anfang macht Umbrella Academy.

Der Comic:

Beim Cross Cult Verlag sind die Comics zur Umbrella Academy neu aufgelegt worden. Band Eins trägt den Titel Weltuntergangs-Suite und stellt uns die Mitglieder besagter Akademie vor.

Eines Tages kamen dreiundvierzig Babys auf die Welt. Daran wäre an sich nichts ungewöhnliches, wären die Mütter der Kinder nicht noch am Tag zuvor nicht schwanger gewesen. Der reiche Exzentriker Sir Reginald Hargreeves adoptierte sieben dieser Kinder, überzeugt, dass sie etwas ganz besonderes sind. Er formte die Umbrella Academy, eine Truppe aus Superhelden. Leider stellte sich heraus, dass an Vanya, Nummer Sieben (er gab jedem Kind eine Nummer), nichts besonders war. Der Rest jedoch erfüllte seine Erwartungen. Und so schickte er Luther, Diego, Allison, Klaus, Ben, und Nummer Fünf bereits als Kinder los um Verbrecher aufzuhalten oder sich mit Aliens herumzuschlagen.

Jahre später haben sich die Mitglieder der Umbrella Academy auseinandergelebt. Erst der Tod ihres Adoptivvaters vereint die ehemaligen Superhelden wieder. Und dann taucht auch noch Nummer Fünf, der nach einer Reise in die Zukunft jahrelang verschwunden war, wieder auf und berichtet, dass in nur wenigen Tagen das Ende der Welt bevorsteht. Die Helden müssen einsehen, dass sie nur gemeinsam die Welt retten können.

Der Comic stammt aus der Feder von Gerard Way, dem Ex-Frontmann der Band My Chemical Romance, und dem Zeichner Gabriel Ba. Die Story ist humorvoll, actiongeladen und abwechslungsreich, voll von schrägen Charakteren und Situationen (wie einem wildgewordenen Eiffelturm und einem sprechenden Affen). Nichts für Realisten, aber ein Spaß für all jene, die Bizarres mögen. Gabriel Bas eigentümlicher, nicht zu sehr auf Details bedachter, Zeichenstil passt perfekt zur schrägen Handlung.(Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar)

Die Serie:

Seit Februar 2019 läuft die erste Staffel Umbrella Academy mit 10 Episoden auf Netflix. Nicht ganz so abgedreht wie der Comic, hat die Serie doch auch einen eigentümlichen Charme. Eine dysfunktionale Superheldenfamilie, mit schrägen Charakteren und coolen Actionszenen – gut beschreiben lässt sich der Stil der Serie als Wes Andersen meets X-Men.

Die Serie hält sich an die grobe Stories des Comics, greift aber Elemente aus späteren Bänden auf und ändert einiges ab, stellt beispielsweise neue Charaktere vor. Mit Ellen Page, die die Rolle der Vanya verkörpert, hat Umbrella Academy zwar einen Hollywood Star vorzuweisen, besonders positiv fallen jedoch zwei andere Schauspieler auf: Robert Sheehan (Misfits) als drogensüchtiger Klaus und Aidan Gallagher als Nummer Fünf. Gerade letzterer schafft es problemlos einen fünfzigjährigen im Körper eines Teenagers zu verkörpern.

Für eine Netflix Serie sind die Action Szenen extrem hochwertig produziert (gerade im Vergleich zu den inzwischen abgesetzten Marvel Serien, an denen Netflix scheinbar sparen wollte) und auch der klasse Soundtrack wird nicht billig gewesen sein. Man merkt, dass Netflix an diese Serie geglaubt hat und ihre Investitionen zahlen sich definitiv aus.

Einziges Manko: ein bisschen hapert es am Tempo. So hätten es gegen Ende auch zwei Episoden weniger getan. Trotzdem, Umbrella Academy ist eine stylishe Superheldenserie mit Suchtpotential. Bitte mehr davon.

 

One thought on “Vom Comic zur Serie (Teil 1): Umbrella Academy

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