Gelesen: Alles Licht, das wir nicht sehen

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Kennt ihr das: Ein Buch ist in aller Munde, erhält gefühlt nur top Kritiken und ihr wollt dieses Buch auch so sehr mögen, aber irgendwie geht es nicht? Leider ging es mir so mit Anthony Doerrs Alles Licht, das wir nicht sehen. Das Buch liegt schon sehr lange hier rum, aber ich habe viel Zeit gebraucht um es zu lesen und auch um es zu bewerten.

Erzählt wird die Geschichte der blinden Marie-Laure und des jungen deutschen Soldaten Werner, dessen Wege sich im zweiten Weltkrieg kreuzen. Marie Laure wuchs behütet von ihrem Vater, der in einem Museum arbeitet, auf. Als der Krieg ausbricht müssen beide fliehen. Werner wuchs in einem Waisenhaus auf, gemeinsam mit seiner gewitzten jüngeren Schwester. Er entgeht einem Schicksal als Minenarbeiter, landet aber stattdessen an der Front.

Ich kann absolut anerkennen, dass Doerr einen wunderschönen Schreibstil hat. Auch erzählt er mit viel Liebe zum Detail. Mein Problem mit dem Buch war jedoch, dass ich keine Nähe zu den Hauptcharakteren aufbauen konnte. Es wirkt als wäre zu viel Distanz zwischen ihnen und dem Leser und Doerr konnte diese für mich nicht überbrücken. Deshalb plätscherte das Buch trotz spannender Ereignisse für mich nur so dahin, denn ich fieberte nicht richtig mit.

Ich glaube Alles Licht, das wir nicht sehen ist ein gut recherchiertes Buch mit gut durchdachtem Plot. Emotional konnte es mich aber nicht abholen. Das Buch ist bei btb erschienen.

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