Gelesen: Der Berg der nackten Wahrheiten von Jan Bachmann

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Auf dem Berg Monte Verita im Tessin lebt eine Nudistenkommune, die sich nur von Pflanzen ernährt und über die die Einwohner der nahegelegenen Orte nur den Kopf schütteln können. Einer der Nudisten ist Gusto, naiv aber gutgelaunt. Er freundet sich mit einer Ziege an, die den Dorfbewohnern entlaufen ist und entscheidet sich ihr ihre Freiheit zu schenken, indem er mit ihren ehemaligen Besitzern verhandelt.

Jan Bachmanns Comic Der Berg der nackten Wahrheiten gibt mit viel Humor Einblicke in die schräge Kommune. Monte Verita war tatsächlich Anfang des 20. Jahrhunderts Treffpunkt für Künstler, Pazifisten, Anarchisten und Aussteiger. Ich kann sehr empfehlen, sich den Wikipedia Artikel dazu durchzulesen, die Geschichte des Berges war äußerst bunt. Leider kratzt der Comic nur an der Oberfläche, schafft es aber dennoch auf witzige Art die Konflikte zwischen den ‘normalen’ Anwohnern und den unangepassten Aussteigern zu verdeutlichen. Amüsant auch, dass der intelligenteste Bewohner der Anlage die Ziege Parzival zu sein scheint.

Kritik muss ich leider an der gewählten Typografie üben, scheinbar Bachmanns Handschrift. Ich fand sie oft sehr schwer zu lesen und dadurch war es ein wenig anstrengend. Dennoch ist der im Verlag Edition Moderne erschienene Comic amüsant, interessant und zumindest ein guter Startpunkt um sich weitergehend mit dem Monte Verita zu beschäftigen.

Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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