Gelesen: Space Girls von Maiken Nielsen

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Habt ihr euch jemals gefragt, warum es lange Zeit nur männliche Astronauten gab? Heute, so würde man denken, gibt es keine Geschlechterungleichheiten mehr bei Raumfahrtprogrammen. Doch immer noch gibt es Nachrichten, die zum Kopfschütteln animieren, wie beispielsweise über die Probleme, die beim ersten rein weiblichen Space Walk auftraten.

Im Buch Space Girls zeigt Maiken Nielsen anhand einer fiktiven Figur namens Juni, wie schwer es für Frauen in den vergangenen Jahrzehnten war, sich ihren Platz in der Welt der Raumfahrt zu erkämpen. Trotz fiktiver Heldin berichtet das Buch von vielen realen Ereginssen und Personen. Parallel zu Junis Weg wird die allgemeine Entwicklung des Raumfahrtprogramms beleuchtet.

Junis Mutter flieht mit ihr während des zweiten Weltkrieges zunächst nach Frankreich und dann in die USA. In New Orleans erlebt das Mädchen eine unbeschwerte Kindheit und bekommt von ihrem Adoptivvater die Liebe zur Fliegerei vermittelt, wird selbst zu einer talentierten Pilotin. Bald schon träumt sie davon zu den Sternen zu fliegen und will dies als junge Erwachsene in die Tat umsetzen. Doch die amerikanische Raumfahrtbehörde hat nicht vor, Frauen ins Weltall zu schicken.

Ich habe wirklich viel von Space Girls gelernt. So war mir nicht bewusst, dass eine Gruppe von Frauen, die gleichen Tests wie die männlichen Astronautenanwärter absolvierten und zum Teil ähnlich gut oder sogar besser abschnitten. Trotzdem wurden sie nicht für den Flug ins All in Betracht gezogen. Das als Mercury 13 bekannte Projekt wurde einfach ignoriert und den Männern der Vorzug gegeben.

Viele Personen, die im Buch auftauchen, gab es auch in Wirklichkeit und ich hatte Freude daran, ihre Biografien zu googeln und mehr über sie zu erfahren. Juni an sich war eine liebenswerte Protagonistin, auch wenn sie für meinen Geschmack mehr Ecken und Kanten hätte vertragen können.

Wer sich für Raumfahrt interessiert und ein Buch sucht, das sowohl informiert als auch unterhält, liegt mit Space Girls genau richtig. Das Buch ist im Wunderlich Verlag erschienen.

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.

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