Gelesen: Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt

” Meistens nennt er sie Lilja, wie die Frau des sowjetischen Dichters Wladimir Majakowski. Manchmal auch Sylvia Plath oder Vivienne Haigh-Wood Eliot. Das ist es, worauf ihre Beziehung aufbaut: das Leben in einer Fiktion, in der die Realität keine Rolle spielt. Er kontrolliert sie, und sie kann sich nicht entziehen. Erst spät erkennt sie den Missbrauch in dem Spiel, das sie für die wahre Liebe hält. Aber wie der unerträglichen Situation entkommen? Eine Freundin gibt ihr schließlich die Kraft sich loszusagen und ganz neue Wege einzuschlagen. ” (Zusammenfassung von der Verlagswebeite)

Eine unerfahrene junge Frau trifft an der Universität einen jungen Mann. Er ist nicht besonders attraktiv, hat aber etwas an sich, was sie anzieht. Die beiden beginnen eine Beziehung, in der er eine sehr dominante Rolle einnimmt, ihr andere Namen gibt und Vorschriften macht. Sie lässt sich hineinziehen in einen Strudel aus Liebe und Abhängigkeit. Schon bald findet sie keinen Weg mehr heraus, kann nicht mit und auch nicht ohne ihn. Und er nutzt ihre Gefühle schamlos aus…

Amanda Svenssons Buch über eine toxische Beziehung ist ei poetisch geschriebenes Werk, experimentell und faszinierend. Diese Autorin weiß mit Wörtern umzugehen, reisst den Leser immer tiefer in eine Geschichte, die emotional nicht kalt lässt. Harter Tobak, nichts für schwache Nerven, aufwühlend, aber trotzdem oder gerade deswegen definitiv lesenswert.

“Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt” ist im BTB Verlag erschienen und umfasst 283 Seiten.

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