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Gelesen: Das Beste kommt noch

Endlich darf ich über dieses tolle Buch schreiben, denn die Sperrfrist ist jetzt vorbei. Ich musste mich arg zurückhalten, denn ich wollte mich sehr gerne sofort darüber austauschen.

Worum geht’s? Andrew arbeitet bei der Stadt. Wenn jemand gestorben ist, der keine Angehörigen zu haben scheint, durchsucht Andrew ihre Wohnung nach möglichen Hinweisen auf Verwandte und nach Geld, mit dem man die Beerdigung zahlen könnte. Kein sehr erbaulicher Job, denn man wird stets mit Tod und Einsamkeit konfrontiert, aber Andrew ist trotzdem weitgehend zufrieden.

Leider ist die Situation mit den Kollegen und dem Chef nicht ganz so einfach. Vor Jahren hatte Andrew beim Vorstellungsgespräch seinem zukünftigen Chef vorgelogen, er habe Frau und Kinder. Als er dann überraschend den Job bekam, musste er die Lüge aufrecht erhalten. So denken seine Kollegen, dass er jeden Abend in einer schicke Villa zu seiner Familie zurückkehrt, während er in Wirklichkeit ein einsames Ein-Zimmer-Appartement sein Zuhause nennt.

Eines Tages beginnt eine neue Kollegin auf der Arbeit: Peggy. Peggy ist lustig, freundlich und schafft es, Andrew aus seinem Schneckenloch hervorzulocken. Andrew wagt es kaum zu hoffen, aber scheinbar bahnt sich eine Freundschaft an. Doch kann man wirklich mit jemandem befreundet sein, wenn man eine Lüge lebt?

Das Beste kommt noch von Richard Roper hat mich wirklich positiv überrascht. Zwar passiert nicht allzu viel, aber die Figuren und ihre Beziehungen zueinander waren wunderbar dreidimensional und liebenswert. Ich habe wirklich mitgefiebert mit Andrew und gehofft, dass er sein Leben auf die Reihe bekommt. Peggy war mir auch sehr sympathisch. Erst hatte ich Angst, sie würde zum Manic Pixie Dream Girl, aber sie war stattdessen eine dreidimensionale Figur mit Höhen und Tiefen.

Ropers angenehmer Schreibstil passte insgesamt sehr gut zur Story, das Buch ließ sich flüssig lesen. Ich habe nur einen einzigen Kritikpunkt: Das Cover. Ich finde es eigentlich schön und ansprechend, aber meiner Meinung nach passt es nicht ganz zu dem Buch. Das fröhliche Türkis und der Frauenkopf deuten für mich eher auf ein lustiges, leichtes Buch hin, was dem Inhalt nicht ganz gerecht wird.

Ein berührendes Buch über Einsamkeit, Freundschaft und Liebe – Das Beste kommt noch kann ich uneingeschränkt empfehlen, sowohl was Inhalt als auch was Schreibstil angeht.

Danke an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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