Gelesen: Herbst von Ali Smith

Herbst von Ali Smith habe ich im Rahmen einer Leserunde mit einigen anderen Bloggern gelesen. Was soll ich sagen, ich bin schwer begeistert von diesem zeitgenössischen Roman, der so viel in sich vereint. Aber zunächst zur Story:

Elisabeth besucht Mr Gluck im Altersheim. Der inzwischen über 100 Jahre alte Herr war früher ihr Nachbar und wurde ein guter Freund, doch dann riss der Kontakt ab. Jetzt schläft er die meiste Zeit, während die Mitt-Dreißigerin Elisabeth an seinem Bett sitzt und liest.

Als Leser wechseln wir zwischen Vergangenheit und Gegenwart, erleben mit wie sich die Freundschaft zwischen den beiden entwickelte und sehen, wie es Eilsabeth heute geht. Der Roman streift viele interessante Themen, behandelt den Brexit, das gegenwärtige politische Kima in England, erzählt aber auch die faszinierende Geschichte der Pop Art Künstlerin Pauline Boty.

Mit einer kunstfertigen Leichtigkeit taucht Smith in diese Themen ein, streift sie oder vertieft sich, bringt aber in jedem Fall die Stimmung der Figuren rüber. Ein Buch mit Tiefgang, was sich aber weder schwermütig noch schwerfällig liest. Smiths Schreibstil verleiht dem Buch Leichtigkeit und Poesie.

Herbst ist der erste Teil eines Vierjahreszeiten Quartetts. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil. Das Buch ist bei Luchterhand erschienen. Mein Dank geht an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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