Gelesen: Orchis

Dieses Buch haben wir in unserem virtuellen Buchclub gelesen. Nach vielen durchwachsenen Büchern, die wir in diesem Rahmen gelesen haben, eins vorweg: Meine Meinung zu Orchis ist weitgehend positiv.

In Orchis begleiten wir im 19. Jahrhundert den Orchideenforscher Anselm zunächst auf einer Reise nach Madagaskar, wo er eine seltene Orchidee suchen will. Die Reise ist jedoch sehr beschwerlich und wenn auch von Erfolg gekrönt, nicht ohne Preis. Zurück in der Heimat landet Anselm wegen Wahnvorstellungen in einer Psychiatrie. Sein Leben wird getrieben von dem Wunsch eine besondere Orchideenart zu entdecken und dem Bedürfnis, Darwins Thesen bezüglich der Befruchtung von Pflanzen zu widerlegen.

Das Buch liest sich wie ein Klassiker, mit altmodischer Sprache und einem sehr beschreibenden Stil. Man taucht in Anselms Gedanken ein, der Rest der Figuren bleibt jedoch seltsam blass und vage. Die erste Hälfte hat mir recht gut gefallen, die zweite schwächelt meiner Meinung nach ein wenig, da ich die Erwartung hatte, ein roter Faden würde sich zeigen und das nicht so wirklich passierte. Trotzdem, das Buch ist sprach- und bildgewaltig, und daher die Lektüre durchaus wert.

Mein Dank geht an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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