Gelesen: Betrachtungen einer Barbarin

Vor Kurzem stolperte ich über die Essay Sammlung Betrachtungen einer Barbarin, geschrieben von Asal Dardan und erschienen bei Hoffmann und Campe. Dank Netgalley konnte ich das Buch lesen.

Dardan wurde in Teheran geboren, wuchs aber nach der Flucht ihrer Eltern unter anderem in Berlin auf. In ihren Essays schreibt sie über die Erfahrungen als Geflüchtete, wie schwierig der Begriff Heimat sein kann, wie sie ihre Mitmenschen in Deutschland auf Grund ihrer Herkunft behandelt haben und wie sie selbst damit haderte, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen.

Als Mensch ohne Migrationshintergrund waren ihre Essays und Betrachtungen für mich sehr aufschlussreich. Dardan zitiert immer wieder andere Werke und nimmt Bezug zu anderen Geschehnissen, beispielsweise den NSU Morden. Tatsächlich haben mir ihre persönlichen Betrachtungen aber besser gefallen und ab und zu waren es mir fast ein wenig zu viele Verweise auf Sekundärliteratur. Dies konnte hin und wieder den Lesefluss etwas stören, auch wenn ich natürlich die Intention dahinter verstehe und es Sinn macht sich mit weiterführender Literatur zu beschäftigen.

Alles in allem fand ich die Essays aber sehr gut und die darin beleuchteten Themen wichtig. Dardan hat viel zu sagen und verdient es, dass sich mehr Menschen mit ihren Worten beschäftigen.

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