Von Eheproblemen, Klimakrisen und japanischen Bräuchen – 3 Kurzreviews

Was wir wollen – Meg Mason

Viel Lob habe ich über Was Wir Wollen von Meg Mason gelesen. Leider kann ich mich diesen Begeisterungsstürmen nicht anschließen. Worum geht’s? Martha, 40, gewollt kinderlos, trennt sich von ihrem Mann Patrick – oder besser er von ihr. Was folgt ist ein Rückblick auf Marthas Leben, gezeichnet von Episoden in denen es Martha psychisch schlecht geht und die ihre Beziehungen und ihren Alltag stark beeinträchtigen.

Der Schreibstil ist wunderbar, eingängig aber pointiert. So bin ich zunächst durch die Seiten geflogen und fand Martha und ihre Familie auch interessant. Doch mein Interesse konnte die Story nicht halten. Leider hatte der Roman meiner Meinung nach Längen – es hätten gut 100 Seiten weniger sein dürfen. Dann kommt noch ein Twist gegen Ende hinzu, den ich befürchtet hatte. Ich dachte immer wieder “Hoffentlich läuft es nicht auf XY hinaus.” Und dann lief es genau darauf hinaus… puh. Alles in allem fand ich das Buch ein wenig anstrengend. Habt ihr es schon gelesen?
Mein Dank geht an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

6 Grad Mehr – Mark Lynas

Wer hat Lust nachts schlecht zu schlafen? Dann empfehle ich euch zum 6 Grad Mehr – Die verheerenden Folgen des Klimawandels vom britischen Wissenschaftsjournalisten Mark Lynas, erschienen beim Rowohlt Verlag, der es mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Lynas zeigt auf, was ein jedes Grad mehr an Temperatur für unseren Planeten und uns Menschen bedeutet. Daher ist sein Buch auch in 6 Teile aufgeteilt – 1 Grad, 2 Grad, und so weiter. Was er prognostiziert ist erschreckend.

Harte aber wichtige Kost, denn unsere Zukunft sieht – wenn wir nichts ändern – alles andere als rosig aus. Seine Thesen untermauert Lynas mir jeder Menge Studien, so dass seine Zukunftsvision sehr glaubhaft und erschreckend daherkommt. Ein wichtiges, unbequemes Buch, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

Kokoro – Igort

Kokoro von Igort kombiniert wunderschöne Zeichnungen mit Infos über Japan und kleinen Anekdoten aus dem Alltag von Künstler Igort. Ein optisch wunderschönes Buch, abwechslungsreich gestaltet, mit vielen Informationen zur japanischen Kultur, Mode, Mangas, Aberglauben, erschienen beim Reprodukt Verlag.

Die Illustrationen sind so schön, dass ich mir einige gerne rahmen und an die Wand hängen würde. Ein wenig Zusammenhanglos wirkt das Ganze jedoch, einen roten Faden konnte ich nicht erkennen. Daher eine bedingte Empfehlung: Ein Buch für Japan Fans und Freunde schöner Illustrationen, für alle anderen vielleicht etwas zu konfus. Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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